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Mittwoch, 7. November 2018

26/2018 - Jeans-Dirndl

Schon ganz ganz lange will ich mir ein selbstgenähtes Dirndl nähen.
Was mich bisher daran gehindert hat, kann ich jetzt selbst nicht mehr beantworten.

Als ich mir Anfang Oktober eine kleine Herbst- und Winternähliste zusammengestellt hatte, ging auf einmal alles ganz schnell.
Ich entdeckte DEN perfekten Stoff bei Staghorn. Zuerst dachte ich an eine Bluse, aber dann war ich Feuer und Flamme ein Dirndl daraus zu nähen.



Ein Dirndl mit kleinem Stehkragen und schön gelegten Faltenrock sollte es werden.
Ein passendes Oberteil fand ich in der Dirndl Revue aus 2015.
Den Rock entnahm ich dem Designer-Dirndl aus der Burda 09/2018.

Zugeschnitten waren alle Teile fix, nur die Bordüre war ein bißchen kniffelig. Aber mit ganz vielen Stecknadeln hat das auch gut funktioniert, ohne das diese verrutscht ist.

Das Oberteil wollte ich mit Paspelband, dafür ohne Rüschen oder Froschgoscherl.
Ich finde das hätte nicht zur Stickbordüre gepasst.
Am Vorderteil hab ich zur Abwechslung und zur Verbindung zum Rock noch einen Zierstich darauf gestickt.




Besonders stolz bin ich auf das Oberteil, dass ich diesmal komplett verstürzt habe. So das es innen auch keine unschöne Naht gibt.

Da ich mich für eine Knopfleiste entschieden hatte und keinen Reißverschluss, benötigt man für den Rock einen Schlitz, damit man in das Kleid reinkommt.
Ich war froh, dass bei dem Burdamodell dieser Schritt auch gut beschrieben wurde.
Diesen Schritt hab ich zuvor auf einem Teststück probe genäht. Nicht das am Ende der komplette Rock für die Tonne gewesen wäre.
Hat ganz gut funktioniert!


Für die Schürze habe ich mich für Spitzenstoff entschieden. Ich wollte das die schöne Stickbordüre leicht durchschimmert.
Diese Spitze zu nähen war echt ein Albtraum. Stellenweise blieb die Spitze an der Nähmaschine hängen.
Also hab ich auch entschieden, die Bindebänder und den Bund aus Taft zu nähen.
Über diese Entscheidung bin ich sehr froh, sieht dafür edler aus, wie ich finde.

Für die Schürze habe ich auch die volle Breite des Stoffes ausgenutzt und gerafft. Wenn ich die Bilder so betrachte, hätte ich auch weniger nehmen können, dann würde der Stick wahrscheinlich mehr durchschimmern. Aber auftrennen wollte ich auf keinen Fall.
Wer weiß vielleicht finde ich einmal eine farblich passende Spitze mit schöner Kante. Dann näh ich eine neue Schürze!

In meinen neuen Dirndl fühle ich mich super wohl. Ich hab es auch schon ausgeführt!





Bis bald - bleibt kreativ
Irene

Daten und Details:
Größe: 38
Material: Blusenjeans mit Stickbordüre von Staghorn, Spitze und Taft von Buttinette
Schnitt: Oberteil Dirndl Revue 2015, Rock Burda 09/2018

Verlinkt bei MeMadeMittwoch, AfterWorkSewing, Create in Austria, SewLaLa, Nähfrosch

Mittwoch, 25. Mai 2016

11/2016 - Trachenmieder

Juhu geschafft - mein Outfit für die Hochzeit meiner Cousine ist fertig!
Rechtzeitig und zwei Wochen vorm Termin.

Die Auswahl für ein Mieder viel auf das Modell Veronika aus der Dirndl Revue 2013.
Lange konnte ich mich nicht entscheiden zwischen einem Burda-Modell. Ich bin sehr glücklich das das Modell der Dirndl Revue gewonnen hat.


Ich finde den Rücken perfekt und das Schößchen mit Spitz runden es perfekt ab.


Wie immer lässt sich die Farbe des Mieders nicht besonders gut fotographieren und einfangen. Drinnen es es viel besser und farbechter.



Der einzige Nachteil bei der Dirndl Revue ist, dass es keine Nähanleitung gibt.
Also habe ich voller Tatendrang einfach drauf losgelegt, so wie es mir gedacht habe.

Ich habe also komplett alles doppelt zugeschnitten. Einmal Außenstoff und einmal mit Futterstoff.
Die beiden Mieder habe ich dann getrennt voneinander genäht.
Mein Gedanke war auch, dass ich alles verstürzen möchte, damit mein Mieder von innen auch sehr sauber aussieht. (ohne Nahtzugaben)



So nun hatte ich meine beiden Miederteile. Nach Überlegung, wie ich die beiden Teile jetzt zusammennähe und verstürtze, dass ich mir auch eine große Handnaht erspare, habe ich mit Oma Rücksprache gehalten. Dabei hat sich leider herausgestellt, dass man ein Mieder überhaupt nicht so näht.
Man betrachtet die beiden Miederteile als einen Teil! Näht auch die Abnäher gemeinsam.

Tja danach war ich kurz zusammengeschlagen.
Aber ich hab dennoch weitergemacht. Das Mieder durch die Armlöcher verstürzt. Das Armloch dann mit Schrägband eingefasst. Und zum Glück hat meine Nähmetode der Passform keinen Abschlag gemacht.

Glücklich war ich auch, dass ich so tolle passende Knöpfe gefunden hab.

Auch meine Bedenken, dass mir der Trachtenrock überhaupt nicht gefällt an mir, machte die Kombi mit dem Mieder platt. Ich werde diese Kombi auf jedenfall bei der Hochzeit tragen.

 So und jetzt lasse ich einfach mal Bilder sprechen:






Technisch Daten:
Größe: 38
Anleitung: Dirndl Revue 2013, Modell Veronika
Material: Baumwollsatin, Baumwollstoff als Futter, Schrägband und Paspelband (von Buttinette), 10 Knöpfe (von Frau Wolle)
Freu- und Arbeitszeit: ca. 14 Stunden inkl. Schnitt

Verlinkt beim MeMadeMittwoch, AfterWorkSewing, CreateinAustria